Schlagwort: Gay Romance

Grace R. Duncan – Ihm zu vertrauen

Grace R. Duncan – Ihm zu vertrauen

Draußen scheint die Sonne und ich sitze in der abgedunkelten Wohnung und haue auf die Tasten. Aber die Heligkeit ist heute etwas schwierig für mich, nachdem wir gestern so schön feuchtfröhlich gegrillt haben – Hausgemeinschafts-BBQs können es echt in sich haben. Aber so komme ich immerhin dazu, euch wieder eine Rezension zu schreiben. Heute wird es wieder einmal FSK18 und wer mit Homoerotischer Liebe nichts am Hut hat, der sollte ganz schnell weiter klicken, für alle anderen – Herein spaziert:

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John Inman – Zerbrochenes Glas

John Inman – Zerbrochenes Glas

Gordon ist jung und auf der Überholspur, doch dann zerstört eine einzige dumme Idee sein Leben und das Anderer. Wir kann man auf den Ruinen des eigenen Leben und aus dem Schutt der Anderen ein neues Leben aufbauen. Ob das geht oder wie das geht, erzählt John Inman in seinem aktuellen Buch. Wie es bei mir ankam, erfahrt ihr hier …

 

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Heidi Cullinan & Marie Sexton – Familie auf italienisch

Heidi Cullinan & Marie Sexton – Familie auf italienisch

Ich habe eine ziemliche Schwäche für Outing-Storys. Ob die Protagonisten darin nun 17, 25 oder 40 Jahre alt sind, ist ziemlich egal. Wichtig ist, das die Gründe für ihr Outing (gerade wenn es im späteren Alter geschieht) realistisch dargelegt werden und/oder die Hindernisse für dieses gezeigt werden. Daher hab ich auch zu diesem Buch gegriffen. Warum fragt sich ein 40 jähriger Mann „plötzlich“ ob er vielleicht schwul ist? Sorry, aber 3 gescheiterte Ehen führen doch sicher nicht gleich dazu, „das Ufer wechseln“ zu wollen, b.z.w. so funktioniert die Welt nicht. Dann müsste sich meine Mutter ja auch fragen, ob sie vielleicht doch auch überlegen, ob sie es als nächstes mit Frauen versuchen soll. Also mal schauen, was hinter der etwas holprigen Inhaltsangabe steckt.

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Heidi Cullinan – Love Lessons. Küss mich nur einmal

Heidi Cullinan – Love Lessons. Küss mich nur einmal

Bevor ich diese Rezi geschrieben habe, habe ich das Buch sogar 2x gelesen. Ich gestehe, ich liebe Walter und Kelly. So verschieden die beiden Charaktere eigentlich sind, so ähnlich sind sie sich irgendwie auch. Es geht viel um Fassaden in dieser Geschichte – Fassaden die täuschen, die enttäuschen, die verstecken und doch aufdecken …

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Mary Calmes – Wie eine Dampfwalze [kurz & knapp]

Mary Calmes – Wie eine Dampfwalze [kurz & knapp]

Die Autorin Mary Calmes wurde mit schon vor einiger Zeit schmackhaft gemacht und inzwischen lese ich so gut wie alles von ihr. Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, hat sich mit meinem Blog-Umzug auch die Optik meiner Posts verändert. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eine Rückmeldung geben würdet, wie es euch gefällt.

 

Worum geht es:
Dass Carson Cress ihn nach einem Date fragt, ist so ziemlich das Letzte, womit Vincent Wade gerechnet hätte. Vince ist ein ehrgeiziger Biologiestudent und eher ein Einzelgänger. Quarterback Carson ist ein Superstar und lebt unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit. Das kann auf keinen Fall funktionieren. Aber Vince muss feststellen, dass manchmal einfach jemand in dein Leben gewalzt kommt und dich auf eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt, und du dich entweder gut festhältst oder dein Herz dabei verlierst.     (Quelle: Dreamspinner Press)

 


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Meine Meinung:

Kurzgeschichten sind immer etwas heikel. Der Autor/die Autorin hat eine Idee, aber nur ein paar Seiten Zeit diese umzusetzen. So das die Idee leider nicht ganz ausreifen kann und ihr nicht genug Platz bleibt.  Warum ich das erzähle?
Weil ich das Gefühl habe, das dies hier passiert ist. Einer netten Idee wurde der Platz genommen um den Charakteren Entwicklungen zu erlauben und den Gefühlen Raum zu lassen. Dadurch wirkt gerade Carson recht grob und naja, sorry aber auch prollig. Das ist schade. Denn ansonsten war die Geschichte wirklich gut. Es gab Missverständnisse und eingebildete Hürden, es gab Vorurteile und Heimlichkeiten und es gab Liebe, die vieles – vielleicht sogar alles – überwindet.
Fazit: Wie eine Dampfwalze ist eine nette Geschichte, die auch mehr hätte sein können, wenn die Autorin ihrer 2. Hauptfigur etwas mehr Profil gegeben hätte.

Mary Calmes – Nachtisch für Zwei [kurz & knapp]

Mary Calmes – Nachtisch für Zwei [kurz & knapp]

Inhalt:
Boone Walton hat sich alle erdenkliche Mühe gegeben, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Er lebt jetzt nur noch für seine Kunstgalerie in New Orleans und seine Freundschaft mit Scott Wren. Alles scheint sich langsam zu normalisieren und wieder in geregelten Bahnen zu verlaufen. Boone könnte nicht glücklicher sein.

Scott Wren, ein junger Koch und Restaurantbesitzer, möchte mehr als Freundschaft. Er will eine echte Beziehung zu Boone, doch der hat davor eine Heidenangst. Und das liegt nicht nur an dem Geist, der in Scotts Wohnung herumspukt. Es liegt auch nicht an Scotts Familie. Nein, es liegt daran, dass Boones Vergangenheit ihm einen unerwarteten Besuch abstattet. Es gibt eigentlich nichts, was sich zwischen Boone, Scott und die Mousse au Chocolate drängen kann, deren Rezept Scott in einem kuriosen, alten Kochbuch gefunden hat. Nichts, bis auf das Meer des Leidens, das Boone überqueren musste, um im Big Easy ein neues Leben zu beginnen. Doch das Rezept hat eine geheime Zutat, die in Boone ein Vertrauen und eine Liebe weckt, wie er sie bisher noch nie erfahren hat.

(Quelle: Dreamspinner Press)

 


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Meine Meinung:

Mary Calmes hat wirklich alles genutzt um ihre Geschichte aus den kuriosen Kochbuch zu etwas besonderem zu machen. Angesiedelt im Big Easy, mit einem Geist und einer unglücklichen Liebe und einer traurigen Vergangenheit, die Angst vor der Zukunft bereitet. Das ist bisher meine liebste Geschichte aus der Reihe. Sie hat alles was ich brauche, auch wenn ich mir gewünscht habe, das sie ein paar Seiten länger gewesen wäre. Ich wollte mich noch nicht von Scott und Boone verabschieden, aber ich brauche definitiv dieses Mousse au Chocolate-Rezept!

Fazit: Tragik, Hoffnung, ein wenig Mystery und ganz viel Liebe und Humor gehören in dieses Rezept. So gut können Kurzgeschichten sein.

 

Marie Sexton – Ganz Normal [kurz & knapp]

Marie Sexton – Ganz Normal [kurz & knapp]

Inhalt:

Was ist schon ‚normal‘?

Als Brandon Kenner in Kasey Ralstons Werkstatt mit einer 1970er Chevelle SS 454 auftaucht, ist Kasey von beidem, Mann und Auto, hin und weg. Aber Kasey birgt ein peinliches Geheimnis: Seine Liebe für alte Muscle-Cars geht wesentlich tiefer als das, was als normal gilt. Sein unüblicher Fetisch hat Kasey isoliert — entfremdet von seiner Familie und von seinen Kollegen sogar noch mehr.

Aber als Brandon das Geheimnis des heißen Mechanikers herausfindet, ist er nicht abgeschreckt. Genaugenommen findet er Kasey faszinierend und hat sich vorgenommen, ihn für sich zu gewinnen.

Alles an Brandon bringt Kaseys Motor in Fahrt und er ist mehr als nur bereit, mit dem charmanten Mann in die Kiste, oder besser gesagt ins Auto, zu springen. Was Kasey jedoch fürchtet ist, was hinterher passieren wird. Gibt es irgendeine Chance auf eine Zukunft für die beiden? In der Vergangenheit hat die Erwartung an etwas Langfristigem immer zu einem gebrochenen Herzen geführt.  Aber Kasey kann nicht anders, als zu hoffen, dass trotz seines Fetisches Brandon die Ausnahme sein wird. (Quelle: Dreamspinner Press)


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Meine Meinung:

Der Krieg der Werkstätten geht weiter oder zumindest wird der eindruck erweckt. Doch im Gegensatz zu Der Unbeugsame ist die Show hier nur eine Fußnote und für die Geschichte nicht relevant. Das ist nicht der einzige Punkt an dem ich mich gestört habe. Die Protagonisten zünden einfach nicht. Ob es am Thema „Fetisch“ liegt oder es einfach am Stil liegt, ist schwer zu sagen. Ich vermute aber eher letzteres. Das ist ziemlich schade, da die Reihe einen vielversprechenden Start hingelegt hat. Allerdings sind 82 Seiten auch wirklich nicht viel um eine Geschichte zu erzählen. Doch sollten sie zumindest reich um sich ein Bild zu machen. Doch hier rührt sich nichts. Schade, da hätte ich mir schon etwas mehr versprochen.

Fazit: Ganz Normal ist eindeutig der Verlierer im Krieg der Werkstätten. Die Geschichte zündet einfach nicht.

 

John Inman – Ein Ständchen für Stanley

John Inman – Ein Ständchen für Stanley

Inhalt:

Willkommen im Belladonna Arms, einem heruntergekommenen Mietshaus auf einem der Hügel in der Innenstadt von San Diego. Es ist das Heim der Verlorenen, der Liebeskranken und der Liebestollen.

Der schüchterne Archäologiestudent Stanley Sternbaum ist gerade erst hier eingezogen. Er verbringt seine Zeit damit, die exzentrischen Nachbarn zu beobachten, seinem Teufelsbraten von Mutter aus dem Weg zu gehen und ansonsten möglichst unbemerkt zu bleiben … Letzteres erweist sich als das größte Problem – jedenfalls soweit es Roger Jane angeht, der ebenfalls im Belladonna Arms wohnt. Der muskelbepackte Krankenpfleger mit den wunderschönen grünen Augen ist nämlich hoffnungslos in Stanley verknallt und macht ihm unbeirrt den Hof. Doch Stanley hat immer ein ruhiges, zurückgezogenes Leben geführt und ist nie das Risiko eingegangen, sich zu verlieben. Besonders nicht in einen Mann, der so umwerfend gut aussieht wie Roger Jane.

Während Roger versucht, die Mauern um Stanley einzureißen, wendet der sich an seine Nachbarn, um mehr über die Liebe zu lernen: An Ramon, der keine Angst davor hat, sein Herz dem falschen Mann zu schenken; an Sylvia, eine Transsexuelle, die sich nichts mehr wünscht, als endlich eine Frau zu werden; an deren heimlichen Verehrer, der sie so liebt, wie sie ist; an Arthur, die Dragqueen, die sie alle liebt und nie etwas dafür erwartet – und an Roger, dessen Herz schon einmal gebrochen wurde, der aber bereit ist, es für Stanley wieder zu riskieren. Wenn Stanley es nur endlich schaffen würde, seine eigenen Unsicherheiten zu überwinden und ihn einzulassen. (Quelle: Dreamspinner Press)


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Meine Meinung:

Das Belladonna Arms ist zwar ziemlich herunter gekommen. Doch es ist günstig und sein Appartement liegt hoch unter dem Dach, so das seine Mutter sich jeden Besuch 3x überlegt. Das ist zwar immer noch keine Garantie keine unangemeldeten und unangenehmen Besuche zu bekommen, doch der erste Schritt in ein selbstbestimmtes Leben ist gemacht. Die Bewohner des Hauses sind wie das Haus selbst – bunt, schrill, etwas in die Jahre und teils auch etwas herunter gekommen. Jeder ist ein Unikat für sich.

Stanley versucht in dieser Welt seinen Platz zu finden, oder besser sich davor zu verstecken. Vermutlich ist noch niemand so leise die Treppen unters Dach gestiegen. Doch er bleibt nicht unentdeckt. Und so wird er in Leben, in Freundschaften gezogen, ob er nun will oder nicht. Und auch die Liebe will Stanley, doch Stanley will nicht. Aber wir wir alle Wissen ist es für uns Leser gerade unterhaltsam, wenn sich ein Protagonist mit Händen und Füssen wehrt. Und so windet sich Stan und wir genießen. Manchmal hat der Autor es zwar etwas übertrieben mit seinen Figuren, doch trotzdem hat die Geschichte und auch das Belladonna Arms einen Charme, dem man sich nur schwerlich entziehen kann. Ganz flüssig bin ich nicht durch die Geschichte gekommen. Ob das nun am Schreibstil oder doch an den etwas zu exzentrisch geratenen Figuren lag, ist für mich nur schwer auszumachen, aber insgesamt habe ich Geschichte geliebt. Sogar Stanleys Mutter, auch wenn ich in ihr einige Eigenschaften bemerkt habe, die ich auch in meiner Mutter und Oma wieder finde. Hoffentlich lerne ich daraus und werde anders 🙂

Fazit: Ein Ständchen für Stanley ist ein ziemlich gelungener Reihen-Auftakt. Es ist keine uneingeschränkte Liebe, aber Liebe auf jeden Fall. Ich hoffe, es geht bald weiter und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit den Bewohnern des Belladonna Arms.

 

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