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Dan Brown – Origin [Hörbuch] gelesen von Wolfgang Pampel

Dan Brown – Origin [Hörbuch] gelesen von Wolfgang Pampel

Mit Dan Brown war ich bereits in Rom, Paris, Florenz, Washington. Mit Dan Brown erkundete ich Geheimnisse der Religionen , der Wissenschaft, der Freimaurer und von Dante Inferno. Und jetzt nimmt er uns mit nach Barcelona um uns die Zukunft zu zeigen. Doch sind wir schon bereit? Wollen wir bereits die Zukunft? Können wir sie noch aufhalten? Und hat der Autor diese in eine spannende und interessante Geschichte verpackt bekommen? Hier erfahrt ihr mehr:

 

Inhalt:
Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.
(Quelle: lübbe.de)


einige Werke des Autors als Affiliate-Links für euch:

         


Meine Meinung:

Oh mein Gott – er hat es wieder getan.Die gut 19 h Hörbuch, das ich zwischendurch immer einmal wieder gegen das Print getauscht habe, hatten es wieder in sich. Eine interessante und aktuelle Thematik, kombiniert mit viel Geschichte, Kunst und Kultur und dem erhobenen Zeigefinger.

Um was ging es alles: Um die Kunst von Gaudi, um technischen Fortschritt, um Religion, künstliche Intelligenz und Verschwörungen ohne Ende.

Was bedeutete das für die Geschichte: Dan Brown hat seinen Helden wieder mit einer neuen schönen Frau durch gekannte Metropolen gejagt (diesmal Bilbao & Barcelona).

Was natürlich bedeutetem, das dem geneigten Leser wieder viel Wissen mit gegeben wurde, das allerdings auf Grund von der Menge größten Teils vermutlich irgendwo ganz hinten im Hirn abgelegt wurde. Allerdings wurde uns auch ein paar Denkanstöße mitgegeben. Wie sehr wir uns und unsere Welt von der Technik manipulieren lassen. Wir sehr wir auf auf das Verlassen/Berufen was uns durch Internet und Media allgemein vorgesetzt wird, ohne es auch einmal zu hinterfragen.

Natürlich kam der Autor auch dieses Mal nicht ohne die für ihn obligatorischen Längen im Erzählfluß nicht aus, aber sie vielen deutlich geringer aus als noch bei „Inferno“. Das Tempo war zu den zwei Vorgängerbüchern deutlich höher und zumeist auch spannender. Allerdings war mir ziemlich schnell bewusst, worauf die Geschichte hinaus läuft und wer hinter allem steckt. Nichts desto trotz war es eine sehr interessante Geschichte, die uns der Autor hier erzählt hat, die sicher noch lange in mir nachhallt.

Auch der Sprecher Wolfgang Pampel ist hier wieder einen super Job gemacht. Ich weiß nicht, ob es ein anderer Sprecher auch so gut hinbekommen würde. Seine tiefe Stimme passt einfach perfekt und das man seine Stimme auch durch die Harrison Ford-Synchronisationen schon mit Abenteuer und Wissenschaft unterbewusst verbindet, passt das in dieser Reihe einfach wie die Faust aufs Auge.

Fazit: Robert Langdon jagt durch Spanien und der Leser ist schon wieder gefesselt. Bis auf einige Längen und Vorhersehbarkeiten wieder sehr ordentlich.

Akram El-Bahay – Die Bibliothek der flüsternden Schatten. Bücherstadt

Akram El-Bahay – Die Bibliothek der flüsternden Schatten. Bücherstadt

 Mit seiner Flammenwüste Trilogie entführte mich Akram El-Bahay bereits in seine wundervolle und geheimnisvolle Welt a la Tausend und eine Nacht. In seiner neuen Trilogie geht es wieder um die fantastische Welt der Fantasie, um Magie und diesmal um den Zauber der Bücher. Ob er mich auch auch diesmal mit seiner Fantasie überzeugen konnte, mich entführen konnte und begeistern konnte? Die Messlatte hat er ziemlich hoch gelegt und hier erfahrt ihr jetzt, ob er halten konnte, was ich mir von seinem neuen Werk versprochen habe …

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Graham Moore – Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore – Die letzten Tage der Nacht

Inhalt:
New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?

(Quelle: amazon.de)


Meine Meinung:
Ende des 19. Jahrhunderts war die Zeit der großen bahnbrechenden Erfindungen. Es war eine Zeit in der Namen wie Edison, Bell und Tesla die Welt mit Neuerungen überhäuften und die durch die Erfindungen von Telefon, Glühbirne und großräumige Elektrifizierungen den Weg in unseren heutigen Alltag voll moderner Wunder wie Handy, Computer und Co ebneten. Diese Zeit hat sie Graham Moore für seine Geschichte ausgesucht. Es ist ein fiktiver Roman, auch wenn es sicher vorstellbar ist, das es sich genau so  zugetragen hat. 

Die Geschichte von der Elektrifizierung der Welt wird erzählt aus der Sicht eines jungen und noch unbedeutenden Anwalts, der in den bis dahin vermutlich größten und bis heute vermutlich wichtigen Wirtschaftskampf geriet. Dieser Anwalt war Paul Cravath, seines Zeichens ebenfalls ein Pionier seiner Zunft. Als junger und idealistischer Anwalt wird er in den vermutlich größten Patentstreit aller Zeiten hineingezogen. Er begegnet Menschen wie Thomas Edison, Alexander G. Bell und Nikola Tesla und wird fast aufgerieben zwischen unbedingten Willen der den eigenen Namen aufzudrücken. Dabei muss er bald erkennen, das es in der Geschichte keine Unschuld gibt und das jedes Schlachtfeld Opfer hinterlässt. Selbst wenn man mit noch so guten Abschichten in den Kampf zieht.

 „Die Aufgabe eines Prozessanwalts war nicht, der
Fakten habhaft zu werden, sondern vielmehr aus diesen Fakten
eine Geschichte zu konstruieren, deren moralische
Schlussfolgerung eindeutig und unabweisbar war. Genau darum
ging es bei Pauls Geschichten: eine unbestreitbare Sicht
14
auf die Welt darzulegen. Eine Sicht auf die Welt, die sich wieder
in Luft auflöste, sobald die Welt in eine Ordnung gebracht
und ein angemessener Verdienst eingestrichen war.“ (Graham Moore, Die letzen Tage der Nacht)

Die Geschichte um die Vorherrschaft der wirtschaftlichen Macht und der, in die Geschichtsbücher der Welt ist eine über weite Strecken sehr spannende und überaus interessante Reise voller Ideale, Vertrauen, Verrat und Verluste.  In einer spannenden Zeit erlebt er „kleiner“ Mann Niederlagen und Erfolge und wird zum Rädchen im Getriebe der Zeit, immer auf der Hut nicht zwischen den Ränkespielen der Mächtigen zerrieben zu werden.

Paul Cravath ist eine sehr vielseitige Persönlichkeit oder zumindest der Paul Cravath, den Graham Moore in dieser Geschichte skizziert. Er verdient sich seine Sporen in einer aufregenden zeit un in der Gesellschaft noch aufregendender Männer. Er verkehrt mit George Westinghouse, J.P. Morgan, Alexander Bell, Thomas Edison und Nikola Tesla. Menschen, die nicht nur ihre Zeit gepärägt haben, sondern deren Errungenschaften bis heute nachhallen und die heute daher noch genauso präsent sind. Auch wenn einen die literarische Begegnung mit so vielen bedeutenden Männern und imposanten Geschichten fesseln,so kommt die Geschichte doch nicht ganz ohne Längen aus. Manchmal fragte ich mich schon, ob es nochmal weitergeht oder ob schon alles vorbei ist. Doch dann kommt wieder ein Ereignis, das einen als Leser in den Bahn zieht. Bis es in einen regelrechten Showdown gipfelt und einen fast atemlos zurücklässt. spätestens da ist man dann froh, das der Autor die Spannung nicht über die ganze Geschichte hoch halten konnte, den sonst wäre man vermutlich auf Grund von Sauerstoffmangel umgekippt.

Ich habe in den letzten Jahren nicht viel Historisches gelesen. Im Grund habe ich sogar fast einen Bogen darum gemacht und das, weil es mich einfach nicht mehr begeistern und fesseln konnte. Nach „Die letzten Tage der Nacht“ werde ich mir dieses Genre vielleicht doch wieder genauer ansehen und vielleicht auch für mich wiederentdecken. 

Fazit: Graham Moore hat eine faszinierende Geschichte mit großen Persönlichkeiten in einer spannenden Zeit beschrieben, die den Lesen fesselt, ihm aber auch Luft zum atmen lässt.

Poppy J. Anderson – Taste of Love. Küsse zum Nachtisch

Poppy J. Anderson – Taste of Love. Küsse zum Nachtisch

Inhalt:
Nicht nur sein Ruf steht auf dem Spiel – sondern auch sein Herz …
Nick O’Reilly ist ein echter Küchenrebell und mit unglaublicher Leidenschaft bei der Sache. Ein Verriss in Bostons einflussreichster Tageszeitung trifft ihn deswegen bis ins Mark. Doch als er dann die verantwortliche Gastrokritikerin Claire Parker-Wickham kennenlernt, ist er völlig hingerissen – diese Frau muss er erobern! Wie gut, dass sie sich auf eine Feinschmeckerwette mit ihm einlässt. Jetzt hat Nick sechs Wochen Zeit, um Claire nicht nur mit seinem Essen zu betören …

(Quelle: Luebbe.de)


Meine Meinung:
Meine Poppy ist zurück. Habe ich beim ersten Band noch den Humor vermisst, für denen den Poppy bekannt ist und geliebt wird, so habe ich ihn beim 2. Band gefunden.

Selbst die gekürzte Hörbuchvariante konnte nicht verbrergen, das die Geschichte von Nick und Claire vor Feuer und Humor strotzt. Wenn sich Nick und Claire wegen Gourmet-Kritiken, Orgasmen durch Essen und anderer „Misverständnisse“ in die Flicken kriegen ist es einfach nur herrlich. Das Claires Kollegin dazu auch noch erst den Mund aufmacht und danach auch nur evtuell darüber nachdenkt, was sie denkt, macht das ganze für die Beiden natürlich nicht einfacher, für den Hörer allerdings noch viel amüsanter.

2 Dickköpfe und jeder Menge Menschen, die es besser wissen – einfach herrlich. Und so gerät „Küsse zum Nachtisch“ zu einen würden Poppy J. Anderson Werk. Ich bin jetzt nicht nur in Drew und Brokke verliebt, sondern auch in Nick und Claire und Granny und und und …. In die ganze Reihe!

Ein bisschen sauer bin ich über den Dreh mit dem Drama der Lovestory. Das ist nicht ganz ausgereift gewesen und ich hätte mir da etwas anderes gewünscht. Aber das ist ein rein persönlicher Anstosspunkt, für den ich auch nur ein halbes Sternchen abziehe, da es mich etwas gestört hat.

Fazit: Hier kochen nicht für die Köche, sonder vor allem die Gefühle. Humor, Feuer und Romantik ergeben ein Feuerwerk, wie ich es von Poppy kenne und liebe. Von mir aus könnte es direkt mit dem 3. Band weitergehen.

Arnaldur Indridason – Tage der Schuld [Hörbuch]

Arnaldur Indridason – Tage der Schuld [Hörbuch]

Inhalt:
Ein Toter wird in einem milchig-blauen Wasser einer Lagune nahe Reykjavík entdeckt. Der Mann wurde offenbar ermordet. Kommissar Erlendur nimmt sogleich die Ermittlungen auf. Bei dem Opfer scheint es sich um einen Amerikaner von der benachbarten Militärbasis zu handeln. Dort erhält Erlendur jedoch keinerlei Auskünfte auf seine Fragen. Als eine Isländerin den Toten dann als ihren Bruder, einen Flugzeugmechaniker, identifiziert, erhärtet sich der Verdacht, dass ihm ein Militärgeheimnis zum Verhängnis wurde.
(Quelle: luebbe.de)


Meine Meinung:
Arnaldur Indridason gehört schon lange zu meinen bevorzugten Krimiautoren. Mit einer fast stoischen Ruhe erzählt er spannende Kriminalfälle rund um den Komminsar Erlendur. Dieser Polizist ist ein unkonvensionäler aber sturer Ermittler, der sich nicht so leicht abschrecken lässt.

In Tage der Schuld bekommt er es sogar mit 2 Fällen gleichzeitig zu tun. Der 1. Fall spielt in der Gegenwart des Romans (1978) und betrifft einen jungen Isländer, der in Verbindung zur amerikanischen Basis in Keflavik zustehen scheint. Nach dem Erlendur gegen diverse Mauern beim amerikanischen Militär gerannt ist, mischt sich scheinbarauch noch die CIA in die Ermittlungen ein. Gleichzeitig  nimmt Erlendur einen über 20 Jahre alten Vermistenfall wieder auf. Dieser Fall war mysteriös das er Erlendur, nach dem er davon erfahren hat, nicht mehr los lässt. Und so muss er an 2 Fronten kämpfen. 

Mich verblüfft immer wieder, wie der Autor seine Charaktere zum Leben erweckt und das ohne groß etwas von deren Privatleben zu erzählen. Ob Erlendur oder Mariam, beide Ermittler wirken gerade deshalb so plastisch, weil man so wenig über sie weiß. Jeder auf seiner Art ist Einzigartig und mit „typisch“ isländischen Eigenarten ausgestattet – eher eigenbrödlerisch, in sich gekehrt, trotzdem aufmerksam und  vor allem stur auf das Ziel ausgerichtet. In Beiden finden sie diese Eigenschaften, zwar in unterschiedlichen Anteilen, aber sie sind beide so zwiespältig wie das Land aus dem sie kommen – Island – Das Land aus Feuer und Eis.

Diesmal hat mich das Buch/Hörbuch allerdings nicht so überzeugen können wie sonst. Was nicht an der Geschichte sondern an der Umsetzung des Hörbuchs lag. Ich war ja geneigt dem Sprecher Walter Kreye ein Paket Kaffee rüber zuschicken, damit er wach bleibt. Denn seine Lesung hört sich an Übermüdung oder nach Langeweile an. Das ist wirklich schade. Erst vor kurzem habe ich Nacht über Rekjavik gehört, das er ja auch gelesen hat und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht gewesen. Lest es am besten selbst, den die Geschichte hat alles um den Leser zu fesseln – Geheimnisse, Verrat, Lügen und Geheimagenten.

Fazit: Ja – zu Tage der Schuld, aber als Print oder EBook. Denn die Geschichte hat Spannung und Geheimnisse zu bieten und ihr solltet euch nicht durch diese Lesung nicht den Spaß daran verderben. 

  
Jean Christophe Grangé – Die purpurnen Flüsse [Hörbuch]

Jean Christophe Grangé – Die purpurnen Flüsse [Hörbuch]

© Bastei Lübbe

Originaltitel: Les Revieres pourpres
Verlag: Lübbe Audio
Format: Audio CD
Umfang: ca. 7 h (6 CDs) – gekürzt
Erschienen: 17. Januar 2006

Sprecher: Joachim Kerzel

Inhalt:
In Guernon wird eine grausam zugerichtete Leiche entdeckt. Zunächst glaubt man an einen Ritualmord, bis ein weiterer Toter gefunden wird. Gezielt gelegte Spuren haben die Polizei zu ihm geführt. Zur gleichen Zeit versucht ein Inspektor in der französischen Provinz, das Verschwinden eines Schülers aufzuklären.

Als sich herausstellt, dass beide Fälle in Zusammenhang stehen, beginnt eine fieberhafte Spurensuche. Die zwei Toten waren keineswegs unschuldige Opfer, und die purpurnen Flüsse erweisen sich als Chiffre für ein furchtbares Verbrechen…
(Quelle: amazon.de)


Meine Meinung:
Eigentlich ist es merkwürdig. Ich habe die Verfilmung bereits vor Ewigkeiten gesehen. Doch das Vorlage habe ich erst jetzt gehört. Durch solche „Experimente“ erkenne ich immer wieder, wie Hollywood und ihre „ausländischen“ Gegenstücke, literarische Vorlagen verstümmeln. Ich habe den Film bisher wirklich gemocht und ihn immer wieder gern geschaut, doch während ich das Buch gehört habe, sind mir die ganzen „Überarbeitungen“ aufgefallen. Jetzt werde ich den Film nie mehr mit den selben Augen sehen können.

Da ich den Film bereits sehr oft gesehen habe, wird dies hier fast eine Film vs. Buch- Rezi. dafür entschuldige ich mich schon einmal im Vorhinein.

Ich habe bereits mehre Bücher/Hörbücher von Jean-Christophe Grangé gelesen/gehört. Alle diese Geschichten hatten eines bisher gemeinsam – untypische Helden. Der Autor hat es überhaupt nicht mit strahlenden Persönlichkeiten, nicht einmal mit gebeutelten Antihelden, die den Weg zur Erleuchtung finden – nein er benötigt (in der Regel) Polizisten, die mehr auf der dunklen, als auf der hellen Seite des Gesetzes stehen. Bestes Beispiel sind die beiden Ermittler hier, die an 2 unterschiedlichen Fällen ermitteln und sich dadurch treffen und zusammenfinden.

Pierre Niémans lernen wir während eines Einsatzes in Paris kennen. Er ist ein Superbulle, der allerdings ein großes Handycap hat und deshalb von seinen Vorgesetzten an der extra-kurzen Leine gehalten wird – ein riesen Aggressionsproblem. Man lernt ihn kennen, als er gerade einen Hooligan tötet und das nicht in Notwehr. Deshalb wird er von seinen Vorgesetzten an den Fall in einer kleinen Universitätsstadt versetzt, wo er aus der Schussbahn sein soll.

Karim Abdouf ist in den „Slums“ einer französischen Großstadt ausgewachsen. Bereits als Kind war er in einer der gefährlichsten Gangs seiner Gegend tätig. Dort wurde er für seine „Fähigkeiten“ akzeptiert und nicht wegen seiner arabischen Herkunft ausgegrenzt. Doch als Teenager bekam er die Kurve, studierte Jura und wurde das Polizist. Nicht jedoch weil er bekehrt wurde, sondern weil er so unter dem Deckmantel der Polizeimarke „sicher“ weitermachen wollte/konnte. Und so begann er seine Polizeilaufbahn in dem er am ersten Tag als Polizist einen Rachemord verübte.
(Für diejenigen, die den Film kennen – ja, diese Rolle wurde für das Drehbuch gestrichen und gegen eine neue Rolle gespielt von Vincent Kassel ausgetauscht.)

2 Polizisten, die durch ihre Intelligenz schnell Karriere bei der Polizei gemacht haben, es aber mit Recht und Gesetz nicht so eng sehen. Was sich in ihren Ermittlungsmethoden natürlich wider schlägt. So  das Gewalt, Einschüchterung und Übertretung der Befugnisse an der Tagesordnung stehen. Buch wie Film sind sehr düster, doch wie ich finde, treibt das Buch diese Finsternis auf die Spitze. Sackgassen, Lügen und Geheimnisse sind an der Tagesordnung und gespickt mit grausamen Morden ergibt sich eine spannende und Labyrinth-artige Schnitzeljagd, auf deren Weg Menschen und gute Absichten reihenweise auf der Strecke bleiben. Man muss diese dauerhafte Düsternis mögen, den wer hier das gute sucht, der wird enttäuscht sein. Denn das ist auch eine Besonderheit von Grangé-Romanen – es siegt maximal die Dämmerung, aber nie das Licht. Das macht die Romane gerade realistisch, wie ich finde. 

Den Sprecher Joachim Kerzel habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal als Sprecher erlebt. Er macht das ganze recht gut. Aber eine noch rauere oder dunklere Stimme wäre der Geschichte noch gerechter geworden.

Fazit: Die purpurnen Flüsse ist ein unglaublich spannender und düsterer Roman, der den Leser/Hörer fesselt und mit seiner Grausamkeit und Realitätsnähe für  eine gewaltige Gänsehaut sorgt. 

Cody MacFadyen – Die Stille vor dem Tod

Cody MacFadyen – Die Stille vor dem Tod

© Bastei Lübbe/ Lübbe Audio

Originaltitel: The Truth Factory
Reihe:               Smoky Barrett #5
Verlag:              Lübbe Audio, Bastei Lübbe
Format:            Hörbuch, EBook, Hardcover
Umfang:           16 h 50 min, 480 Seiten
Erschienen:    26. September 2016

Sprecherin:     Franziska Pigulla

Inhalt:
Smoky Barrett ist zurück
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.
(Quelle: luebbe.de)



Meine Meinung:
Lange haben wir darauf gewartet das es endlich weitergeht. Krankheitsbedingt hat uns der Autor warten lassen müssen, doch endlich haben wir neue Futter.

Die Geschichte beginnt bereits voller Horror. In der typischen Vorortidylle geschehen grausame Morde. Ganze Familien werden innerhalb einer Nacht hingerichtet. Doch das ist nur der Anfang für einen ganz besonderen Horror, der Smoky Barrett an ihre Grenzen bringen wird und der ihr Vertrauen zu tiefst erschüttern wird. Am Ende ist nicht nur Smokys Vertrauen, sondern auch das unsere erschüttert. Man weiß nicht mehr, wem man noch vertrauen kann, wer gut und wer böse ist, oder verschwimmt das vielleicht mit der Zeit.

Was den Gänsehautfaktor und Horror angeht, kann dem Autor einfach keiner das Wasser reichen. Nach jedem Buch wieder fragt man sich, wie er das noch toppen will und er schafft es immer wieder. Schon einmal habe ich mich gefragt, wie krank man sein muß, um allein auf diese Ideen zu kommen. Zum Glück belässt es Cody MacFadyen beim Schreiben, den diesen Horror darf man sich nicht im realen Leben vorstellen.

Doch sehr sich meine Nackenhaare beim Hören auch aufgestellt haben, so langatmig war die Geschichte dann doch stellenweise. Die Geschichte rutschte gern einmal von es passiert gar nichts zu es passiert zu viel auf einmal. Das Tempo steigerte sich nicht kontinuierlich, sondern mach mit dem Leser eine regelrecht Achterbahnfahrt. Spannung, Langeweile, Spannung, huch irgendwas hab ich jetzt aber verpasst ….

Und trotzdem bin ich bei einem weiteren Smoky Barrett wieder dabei. Ich möchte wissen, ob er das noch toppen kann. 

Fazit: „Die Stille vor den Tod“ spielt nicht ganz auf dem Level wie seine Vorgänger. Zwar hat der Autor in Sachen Grausamkeit und Horror wieder einen draufgelegt, aber er kann die Spannung einfach nicht halten, so das es stellenweise wirklich mühsam ist, dabei zu bleiben.

George Mann – Die Erinnerungen

George Mann – Die Erinnerungen

Reihe: Die Dynastie der Winter #4
Originaltitel: The Memory of Winter
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Hörbuch-CDs & Download
Umfang: 87 Minuten
Erschienen: 11. November 2016

Inhalt:
Herbeigerufen von Julius Winter, einem gestrandeten Zeitreisenden aus dem 25. Jahrhundert, landet die TARDIS mitten in den Wirren des Hundertjährigen Krieges. Julius reist in Begleitung einer Gruppe Soldaten, die eine geheimnisvolle junge Frau schützen. Johanna von Orléans wird von Stimmen heimgesucht, die ihr Dinge erzählen, von denen sie nichts wissen sollte – Dinge, welche das Volk des Doktors selbst betreffen, die Timelords.

(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung:
Der Doctor ist kurz vom explodieren. Schon wieder hat ein Winter in sonst wohin gerufen. Nur Clara ist voll in ihrem Element, trifft sie doch auf die berühmte Johanna von Orléans. Doch schnell müssen sie erfahren, das sie weder von einem kurzsichtigen Zeitreisenden, noch  von einer göttlichen Macht bedroht werden. 

Auf ihrer Flucht von einer gefährlichen Bedrohung wird auch endlich das Geheimnis um die mysteriöse Karte in den Händen der Winter gelöst, nicht unbedingt zur Freude des Doctors.

Diese Folge ist der Doctor in Reinkultur. Berühmte Persönlichkeiten der Vergangenheit, jede Menge „Fettnäpfchen“ und Geheimnisse sowie ein Doctor, der rennt und rennt. Ich liebe es.

Fazit: Diese Folge schließt die Dynastie der Winter würdig ab. So kenne und lieb ich den Doctor.

James Goss – Doctor Who: Die Sünden

James Goss – Doctor Who: Die Sünden

© Lübbe Audio/BBC

Reihe:                 Die Dynastie der Winter
Originaltitel: The Sins of Winter
Verlag:               Lübbe Audio
Format:             Hörbuch-CDs & Download
Umfang:            90 Minuten
Erschienen:   14. Oktober 2016

Sprecher:      Lutz Riedel

Inhalt:
Die TARDIS wird zu einer „Weltraumkathedrale“ gerufen, dem Sitz von Shadrak Winter, Hoher Kardinal des Kults des Primären Selbst. Nur durch den Tod kann er abgelöst werden, und da er seine Ermordung befürchtet, hat Shadrak die seiner Familie anvertraute Rufkarte benutzt, um den Doktor zu Hilfe zu holen. Seine Anhänger sind vor den Sündvollen geflohen, blutegelähnlichen Wesen, die sich von den Sünden der Menschen nähren – und die jetzt auch für den Doktor und Clara zur Gefahr werden.

(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung:
Die Stimmung des Doctors sinkt so langsam aber sicher ins Bodenlose. Schon wieder ruft ein Winter nach ihm. 
Diesmal wird der Doctor mit falsch verstandener Religion und fremden Wesen, die sein Leben bedrohen, konfrontiert. Auch Clara ist ihm diesmal keine große Hilfe. Jetzt muss er sich mit seinen Taten und seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Und es steht auf Messers schneide.
Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob hier über die Grenzen was ich in einem DW-Universum gelten lasse, überschritten wurde. Oder vielleicht muss man einfach mit allem rechnen, wenn man sich in die TARDIS begibt. Diese Geschichte ist ziemlich ernst und sehr düster. 
Fazit: Die bisher ernste und dunkelste Folge der Winter-Reihe. 
George Mann – Doctor Who: Das Haus

George Mann – Doctor Who: Das Haus

© Lübbe Audio/BBC

Reihe:                 Die Dynastie der Winter #2
Originaltitel: The House of Winter
Verlag:               Lübbe Audio
Format:             Hörbuch-CDs & Download
Umfang:            87 Minuten
Erschienen:   09.September 2016

Sprecher:         Lutz Riedel

Inhalt:
Der Doktor und Clara werden in ein mysteriöses einsames Haus auf einem kleinen Mond im Asurmischen Sektor gerufen. Dort treffen sie auf den undurchschaubaren Harrison Winter und dessen Bedienstete Joey und Carenza. Winter hat den Doktor zu Hilfe gerufen: Seine Freunde und er sind in dem Haus gefangen, und alle Ausgänge wurden versiegelt.
Als selbst die TARDIS sich nicht mehr entmaterialisieren kann, erkennen der Doktor und Clara, dass sie ebenso gefangen sind wie ihre neuen Bekannten. Seltsame Blutmotten umschwirren sie, und aus den Schatten im Haus ist ein merkwürdiges Wispern und Rascheln zu vernehmen. Während die Spannungen unter den Eingeschlossenen zunehmen, sucht der Doktor nach einem Ausweg – und stößt auf eine Reihe von immer neuen Enthüllungen.

(Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung:
Schon wieder ein Winter. Das ist könnte man sagen, die Reaktion des Doctors. Erst wird er durch die mysteriöse Karte in dieses unheimlich Haus gerufen und dann kann er mit der TARDIS noch nicht einmal von dort verschwinden. Und helfen will er diesem Winter sowieso nicht.

Diesmal steckt der Doctor richtig in der Klemme. ein Haus mit eigenem Willen, ein unheimlicher Bewohner und plötzlich gibt es auch noch Tote. Doch das Geheimnis ist so groß, das selbst dem Doktor die Lösung nicht so einfach von der Hand geht.

Dieser Teil der Winter-Reihe ist schon fast etwas gruselig und ziemlich mysteriös – also ein richtig guter Doktor Who. 

Fazit: So muss ein Doctor Who daherkommen – spannend, mysteriös, düster und ein Must Have für alle Fans.

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