Jen Calonita – Spieglein, Spieglein – Twisted Tales

Was fasziniert uns so an Märchen, obwohl wir längst aus der Zielgruppe raus sind?

Ist es das Happy End? Der Sieg über das Böse? Das Gut und Böse so leicht zu erkennen sind?

Vielleicht ein wenig davon und dann kommt noch das nostalgische Gefühl, wenn uns die Geschichten zurück in unsere Kindheit katapultieren.

Doch ganz so ist diese Geschichte vielleicht nicht oder ?

Inhalt:

Was wäre, wenn die böse Stiefmutter den Prinzen vergiftet hätte?

Nach dem Tod von Schneewittchens Mutter übernimmt die Böse Königin die Herrschaft über das Schloss. Und Schneewittchen tut alles, um sich nicht den Zorn ihrer Stiefmutter zuzuziehen.

Erst als diese versucht, sie zu töten, erwacht Schneewittchens Widerstandsgeist. Mit der Hilfe ihrer Zwerge und des freundlichen Prinzen, den sie nie wiederzusehen vermutet hätte, zieht sie in den Kampf gegen die Böse Königin.

Aber wie soll dieser gelingen, wenn ihre Feindin jeden ihrer Schritte kennt und alles tut, um ihre Macht zu behalten? Einschließlich der unbarmherzigen Verfolgung ihrer Liebsten?

Quelle: Buchrücken


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Meine Meinung:

Ich hat die Idee einer alternativen Geschichte von Schneewittchen fasziniert. Ich war begeistert von der Idee, wie sich die Geschichte und Schneewittchen entwickelt haben können, wenn nicht ein Märchenerzähler über ihre Geschichte bestimmt hätte.

Reiß dich zusammen, Schnee. Da sind keine Geister. Das einzig Schlimme in deinem Leben ist deine Vergangenheit.

Jen Calontita – Spieglein, Spieglein – Twisted Tales @ Carslen Verlag 2020

Leider hat mich die Geschichte dann doch nicht vom Hocker gehauen. Ich habe mehr über die böse Stiefmutter und Schneewittchens Kindheit mit ihr erfahren. Doch die eigentliche Alternative Geschichte beanspruchte nur einen sehr kleinen Anteil an der Geschichte und unterschied sich nur unwesentlich vom der ursprünglich Disney-Erzählung.

Hier wurde eine chance vertan, aus Schneewittchen eine Heldin zu machen, die ihre Geschichte selbst lenkt. Statt dessen braucht auch hier die Protagonistin immer einen Mann, der ihr erklärt wie sie ihr Leben gestalten kann. Zu was sie fähig sein könnte. Und auch wenn der Prinz dem Gift der Königin erliegt, so ist das nicht der große Knall, sondern nur ein Grund für Schnee an sich und an dem, zu was sie fähig sein könnte – zu zweifeln.

Das die bei der Umsetzung der Geschichte, der Blick weniger auf die Tiefe und Details geachtet wurde, kann ich verzeihen, beim Blick auf die anvisierte Zielgruppe – ab 12 Jahren. Wobei ich sagen muss, das ich damals bereits Interesse an kontrastreichen und aufwendigeren Geschichten hatte. Ich würde diese Geschichte eher jungen Mädchen empfehlen, die die Bücher für Leseanfänger hinter sich gelassen haben (2. oder 3. Klasse).

Fazit: Dieses Buch hat meine Erwartungen leider nicht erfüllen können. Hier wurde eine große Chance vergeben, sich über altmodische Geschlechterrollen hinweg zusetzen. Die Geschichte ist OK, aber mehr auch nicht.

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