Lily Pulcino – Und am Ende der Winter

Heute habe ich für euch eine Geschichte über die ich eher zufällig gestolpert. Ich habe zahlreiche Newsletter abonniert und in einem kam dieses Buch vor. Ob sich dieser Kauf gelohnt hat, erfahrt ihr jetzt …

Inhalt:

Nach zwölf aufwühlenden Monaten ist Richard West endlich in seinem neuen Leben angekommen: Die Arbeit an seinem kleinen Garten schenkt ihm Ausgeglichenheit und Kraft. Wann immer Richard eine Auszeit braucht, döst er in seiner bunten Hängematte zwischen den Obstbäumen oder macht es sich mit einem neuen Buch bequem.
Doch dann meldet sich ein alter Freund und Kollege bei ihm und stört die Ruhe: Joey braucht dringend seine Hilfe mit einem schwierigen Patienten …

»Worum es in meinem Roman geht? Um Richard West, einen Psychologen, der keiner mehr sein will. Um seinen Patienten, Jonathan O’Donnell, der beschlossen hat, zu sterben. Um einen Fernseher und ums Eislaufen. Ach ja, und um die Liebe.« Lily Pulcino

Quelle: BoD.de


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Meine Meinung:

Ich kann nicht einmal genau sagen, was mich genau an dem Klappentext angesprochen hat. Doch vermutlich der Teil, den die Autorin dazu „gesagt“ hat. Meine Ansprüche an das Buch waren daher nicht wahnsinnig hoch. Daher war ich erst recht begeistert, was mich am Ende in diesem Buch erwartet hat.

Dieses Buch ist nicht alltäglich. Es ist keine „normale“ Liebesgeschichte. Ja es geht um 2 Menschen, die sich in ihrem Leben brauchen. Doch es geht nicht darum aus ihnen ein Paar zu machen. Sie brauchen sich aus ganz anderen Gründen.

Da ist Richard, der früher nur für seine Arbeit gelebt hat. Der kurz vor einem Burn Out stand, falls es es wirklich kurz vorher war. Er hat seine Frau verloren, seinen Lebensinhalt und lebt aktuell nur noch für seine Gartenarbeit und um seinen Nachbarn zu ärgern. Und da ist Jonathan, dem das Leben so viele Tiefschläge verpasst hat, das er keinen Sinn mehr in diesem sieht. Er sieht keinen Grund länger zu leben und verweigert sich jeden Versuch ihm zu helfen.

Zu dieser Geschichte gehören mehr Personen als nur Rick und Jonathan, trotzdem sind sie nur Beiwerk. Sie sind wichtig und tragen ihre Rolle passiv und aktiv, mit Tragik, Stolz, Leid, Liebe und Missgunst. Doch wirklich wichtig sind nur Rick und Jonathan, diese Figuren sind unglaublich facettenreich ausgestattet und es juckt einem in Fingern weiter in ihre Leben vorzudringen.

Ich würde diese Geschichte nicht wirklich als Spannend bezeichnen, doch loslassen tut es einen doch nicht. Beide Männer geben ihre Verletzungen nur zögerlich bekannt, lassen sich nur sehr langsam in die Karten ihres Lebens blicken und trotzdem kann man nicht loslassen. Das ist eine Stil, den sich die Autorin unbedingt erhalten muss. „Und am Ende der Winter“ ist erst das 2. Buch das Lily Pulcino veröffentlicht hat, doch es beweist bereits ein unglaubliches Gespür für Worte die den Leser bannen können.

Ich wollte auch auf er letzten Seite die beiden Männer noch nicht verlassen, zumal ich das Gefühl habe, das Jonathan Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Ich hoffe, das es noch ein Wiedersehen mit ihm geben wird.

Fazit: Dieses Buch hat mich unglaublich überrascht. Ich bin mit so wenig Erwartungen diese Geschichte gegangen, das es mich schon fast schockiert hat, was für eine tiefsinnige und bewegende Geschichte ich gefunden habe.

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