Colleen Hoover – Maybe Someday

Es gibt Bücher, die kann man nicht mehr vergessen. Einmal gelesen, lassen sie einen nicht mehr los. Maybe Someday ist genau so ein Buch. Ich habe das Buch 2016 zum ersten Mal gelesen und seit her 2 -3x pro Jahr. Ich liebe die Geschichten von Colleen Hoover. Bei ihr gibt es kein Schwarz und Weiß, kein genau Richtig und Falsch – ihre Bücher zeigen die Welt wie sie ist – voller Grautöne, voller Farbverläufe. Diese Rezension habe ich am 11. April 2016 zum ersten Mal veröffentlicht. Da ich inzwischen mit meinem Blog auf eine andere Plattform umgezogen bin, war ein Update nötig. Heute ist der 17. Juli 2019 und ich stehe nach wie vor hinter jedem einzelnen Wort.

Inhalt: 

Er würde bis ans Ende der Welt gehen. 
Aber nicht für sie, sondern für eine andere …

Alles, was Sydney will, ist eine neue Wohnung.
Alles, was Ridge will, ist eine Mitbewohnerin, die ihm beim Songschreiben hilft.
Alles, was sie nicht wollen, ist, sich ineinander zu verlieben. Und dann passiert es doch …

(Quelle: Buchrücken)


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Meine Meinung:
Sydney hat eigentlich alles was sie will. Einen liebevollen Freund (Hunter), eine tolle Freundin/Mitbewohnerin (Tori) und alles ist Bestens. Bis zu ihrem 22. Geburtstag. Von da an fühlt sich ihr Leben wie eine große Lüge an. Als Ridge sie im strömenden Regen findet, ist alles nur ein Scherbenhaufen.

Ridge hat auch alles was er will – eine tolle Freundin, eine Band – und etwas was er nicht braucht – eine Schreibblockade. Als er Sydney seine Hilfe anbietet, ahnt er nicht, was aus seinem Leben wird. Eine Geschichte, die eigentlich nur an der Wand enden kann.  Eine Geschichte, die nur Verlierer produzieren kann.  Eine Geschichte, wie keine andere.

Ich weiß nicht, wie Colleen Hoover die Maßstäbe für New Adult immer wieder weiter nach oben schraubt. Mit „Weil ich Layken liebe“ hat sie die Messlatte schon sehr hoch gelegt, um sie mit „Hope forever“ hat sie diese aus dem Stand übersprungen ums sie mit „Maybe Someday“ in den Himmel zu heben. Hier stimmt einfach alles. Die Protagonisten, haben Charakter – Schwächen und Stärken. Die Story ist eine Achterbahn und ein Kaleidoskop an Gefühlen. Die Autorin spielt nicht nur mit den Gefühlen ihrer Protagonisten, sondern auch mit den ihrer Leser. Ich habe das Buch fast in eins gelesen, weil ich es nicht wegpacken konnte. 

Ridge Lawson ist 24 Jahre und hat sich trotz seiner schweren Kindheit ein ruhiges und erfühltes Leben aufgebaut. Er lebt mit seinen durchgeknallten Mitbewohner Warren und der zickigen Brigette (Ok – bei dieser Figur hat die Autorin bestimme schlimme Highschool Erfahrungen verarbeitet) zusammen, sein Bruder Brennan ist mit seiner Band auf Tour – für die Rigde die Songs schreibt. Er ist seit 5 Jahren mit der unglaublich schönen Maggie zusammen und liebt sie über alles.

Syndey Blake ist 22 als ihre heile Welt zerbricht und sie auf einen Schlag ihren Freund, ihre beste Freundin und ihre Wohnung verliert. Durch einen Zufall spült strömender Regen sie vor Rigde Lawsons Tür. So findet sie einen neuen Freund, einen neue Unterkunft und einen Job als Songwriterin. 

Doch gute Songs kommen aus tiefen Gefühlen und aus der Seele und so passiert was nicht sein darf. Doch 

„Versprich mir eins. Versprich mir, das du nie ein Hunter wirst
und ich nie eine Tori“

S. 144, Colleen Hoover- Maybe Someday 2016 – Sydney

Eine Geschichte, die eigentlich nur Verlieren produzieren kann, die im nur im Drama enden kann und doch einem den Glauben an die große Liebe bewahren kann. Es gibt viele Autoren die ihre Protagonisten mit schwerer Kindheit oder anderen Handycapes ausstatten, sie dann auf einander loslassen, um zu viel Drama oder zuviel Kitsch zu produzieren. Nicht selten kommt dabei nur Schund heraus, der dem Leser nur die Zeit stielt – diesen Autoren kann ich nur sagen – seht euch an, wie Colleen Hoover Protagonisten leben und lieben lässt ohne ins to much abzudriften, wie sie Storys aufbaut – die den Leser vor Spannung nicht einmal zum Luftholen kommen lässt und vor Gefühl, die Tempos serienweise verbrauchen lässt. Und das ohne das die Geschichte auch nur einmal zwischendurch in auf die Seite zu wenig oder zu viel zu rutschen. Das schafft sie vor allem durch die Fehler, die alle ihre Charaktere haben dürfen. Sie dürfen sich , sie dürfen auch mal schlechte Witze machen, sie durften sich zu sicher fühlen. Sie dürfen das ganze Leben auskosten und erleben. Sie dürfen auf die Ungerechtigkeit des Lebens schimpfen und sie dürfen Lieben, auch wenn sie es nicht dürfen.

„Lines are drawn, but then they fade. For her I bend, for you I break.
Einst gezogenen Grenzen verblassen Ich verbiege mich für sie, für dich zerbreche ich.“

(S. 273, Colleen Hoover- Maybe Someday 2016 – Ridge)

Ihre Protagonisten sind Menschen, wie die ganze Bandbreite des Lebens auskosten und das macht sie greifbar, macht sie realitisch – macht sie zu Menschen. Das ist das große Talent, das Colleen Hoover immer wieder beweißt. Mit Mädchen, die sich in ihren Lehrer verlieben, mit Paaren, die sich nach dem Sandkasten aus dem Auge verlieren und mit 2 Menschen, die sich nicht verlieben dürfen, obwohl sie es schon sind.

Fazit: Leben, Lieben, Leiden – keiner kann das so gut wie Colleen Hoover. Auch mit diesem Buch setzt sie neue Maßstäbe – an Gefühle und Spannung in einem Jugendbuch. Sie schafft keine Charaktere sondern Menschen, keine Storys sondern Leben zwischen 2 Buchdeckeln. Besser geht es nicht.

P.S.: Dieses Buch ist Musik. Songs, die die Geschichte erzählen. Alle Songs, die Rigde und Sydney „schreiben“ gibt es auch für uns. Der Soundtrack zum Buch von Griffin Peterson findet ihr hier. Für Prime-Mitglieder auch im Stream.

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