Heather Morris – Der Tätowierer von Auschwitz

Eine Geschichte um die Schrecken der Konzentrationslager ist nicht unbedingt eine nette Geschichte für zwischendurch, trotzdem konnte ich nicht widerstehen, da es eine Geschichte mit Happy End ist. Die Autorin Heather Morris erzählt die Geschichte von Lale Sokolov, der seine große Liebe Gita ausgerechnet am schlimmsten Ort zu dieser Zeit kennen lernt. Falls ihr auch auf Geschichten mit dem Fünkchen Hoffnung steht, dann lest gern hier weiter …

Inhalt:

1942 wird ein junger slowakischer Jude nach Auschwitz deportiert. Von nun an ist Lale Sokolov der Gefangene 32407. Die SS macht ihn zum Tätowierer: Er muss die Häftlingsnummern in die Unterarme seiner Mitgefangenen stechen. eines Tages tätowiert er die Nummer 34902 auf den linken Arm eines jungen Mädchens – und verliebt sich auf den ersten Blick in Gita. Eine Liebesgeschichte beginnt, an deren Ende das Unglaubliche wahr werden wird: Sie überleben beide.

Quelle: Buchrücken


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Meine Meinung:

In Büchern über die Gräuel in Kriegen geht es immer nur um Tod, Krankheit und Hoffnungslosigkeit. Doch Heather Morris hat ein anderes Buch geschrieben. Sie hat ein Buch geschrieben, in dem es um Liebe und Hoffnung geht.

„Aber wir haben keine keine Zukunft.“

Lale hält sie an der Taille fest, zwingt sie, ihn anzusehen.

„Doch, wir haben eine Zukunft. Es gibt ein Morgen für uns. …“

Heather Morris – Der Tätowierer von Auschwitz © 2018 dtv

Wie kann ein Buch über 2 Menschen, die sich in einem Konzentrationslager kennen lernen, Hoffnung und Liebe enthalten. In meiner Vorstellung gibt es wohl keine Ort, an denen die beiden Gefühle weniger Platz haben als dort.

Ich habe die Geschichte von Lale und Gita als befreiend empfunden. Nicht nur, das sie etwas überlebt haben, das so vielen Menschen das Leben gekostet hat. Auch das sie ihre Geschichte dort nur angefangen und Dank ihrer Liebe auch weiter gehen wird, hat mich berührt. Diese Geschichte behandelt die Erinnerungen an ein Leben voller Leid, aber auch Hoffnung. Beim Lesen habe ich so einige Male ein ungutes Gefühl verspürt, wenn ich über Menschen gelesen habe, die nicht überlebt haben oder die Verbrechen gegen Menschen ausgerichtet haben, die bis heute nicht von ihren Schrecken verloren haben. Doch an manchen Stellen der Erzählung habe ich das Gefühl gehabt, das entweder die Autorin Erinnerungslücken gefüllt hat oder Lale Sokolov Erinnerungen geschönt hat. Ob für sich oder den Leser ist mir dabei nicht klar, aber ganz so leicht, wie sich so manches liest wird es nicht gewesen sein.

Doch trotz dieser gefühlten Beschönigungen, ist dieses Buch berührend und augenöffnend. Ich habe mit Lale und auch mit Gita fühlen können – auch wenn es mir bei Gita schwerer gefallen ist. Aber da die Geschichte ausschließlich aus Lale Sicht geschrieben ist, ist dies nicht verwunderlich.

Fazit: Die Geschichte von Lale berührt – auf Zweierlei. Er zeigt, das auch in der größten Dunkelheit Platz für Licht ist.

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One Response to Heather Morris – Der Tätowierer von Auschwitz

  1. Uwe Rennicke says:

    Wir nehmen immer an, dass da was „geschönt“ wurde. Aber die Betroffenen, die dürften das, glaube ich.
    Gut, dass es auch dieses Buch gibt. Auch dieses ist ein Buch gegen das Vergessen.

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