Brandon Sanderson – Kinder des Nebels (Mistborn #1)

Brandon Sanderson – Kinder des Nebels (Mistborn #1)

Ich habe endlich mit den Nebelgeborenen angefangen. OK, jetzt mag der ein oder andere sagen – na und? – aber wer mich und/oder den Blog kennt, weiß das ich gern die Pferde von hinten aufzäume. Und so habe ich erst mit den Sturmlicht-Chroniken des Autors angefangen, bevor ich mich seinen – bereit früher erschienenen – Nebelgeborenen gewidmet habe. Doch irgendwann kommt auch auch mal an und das ist jetzt mit der Neuauflage durch den Piper Verlag geschehen. Ob sie mich ebenso fesseln konnten wie Kaladin und Schallan, das könnt ihr erfahren wenn ihr hier weiter lest …

Inhalt:

Ein roter Himmel, Asche, die das Land bedeckt, und unheimliche Nebel, die aus dem Boden emporsteigen – die Welt des Letzten Reiches ist düster und unheilvoll. Der unsterbliche Lord Ruler herrscht mit eiserner Hand und unterdrückt das Volk der Skaa als Sklaven. Doch damit will Kelsier sich nicht abfinden. Der junge Skaa besitzt mächtige Fähigkeiten und versammelt eine Gruppe Rebellen um sich, um einen ungeheuerlichen Plan zu verwirklichen: Mithilfe der magischen Kräfte der Allomantie will Kelsier Lord Ruler stürzen … 

Quelle: Piper.de


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Meine Meinung:

Eigentlich sollten Bücher mit fast 900 Seiten mich ängstigen. Da ist so viel Platz um eine Geschichte so richtig zu versauen. Und dann hängst du darin fest. Außerdem sind solch umfangreiche Werke auch extrem unpraktisch, da man sehr große Handtaschen braucht um sie mitzunehmen und ich schleppen auch ohne solche Schinken schon jede Menge mit mir rum. Trotzdem schaffen es diese Wälzer immer einmal wieder in meine Leselisten. Vor ein paar Jahren haben sie so die Sturmlicht-Chroniken in mein Herz und mein Regal geschlichen und nun scheinbar auch die Nebelgeborenen. 

Wenn Brandon Sanderson scheinbar eines kann, dann sind es gigantische Welten und epische Schlachten voller Magie, Heldenmut und Hoffnung für die Unterdrückten. Irritierend ist für mich, das es dabei nicht langweilig wird. Ich meine 900 Seiten müssen gefüllt werden und das ohne Längen und Spannungsabbrüchen zu schaffen ist schon eine Kunst. 

Aber etwas kann man auf 900 Seiten wunderbar! Man kann Charaktere entwickeln und sie ausbauen. Sie können aufstehen, fallen und wieder aufstehen. Sie können überraschen und enttäuschen. Sie können leben und lieben. Sie können lernen. Ob nun eine junge Diebin lernt aus den Schatten zu treten, zu vertrauen und über sich hinaus zu wachsen oder ein gebrochener Sklave, sein verlorenes Vertrauen überwindet und sich vom Überlebenden zu Hoffnungsbringer eines ganzes Volkes entwickelt. Dies sind nur 2 von vielen Beispielen. Der Autor schickt seine Protagonisten durch die Hölle, in den Himmel und irgendwo dazwischen werden sie zu den Menschen (Skaas, Terrisier, …) die die Geschichten tragen und vorantreiben. Seine Protas dürfen Schwächen haben und diese Stärken verwandeln. Das gibt der Geschichte viel Substanz und Tiefe und gwährleistet, das man immer weiter mitfiebert, da man sich mir den Figuren identifizieren kann, wodurch man immer mehr in die Geschichte eintauchen kann. Und am liebsten nicht mehr auf tauchen möchte.

Dabei habe ich auch die Vorlieben des Autors entdeckt. Den ob nun die Nebelgeborenen oder die Sturmlicht-Chroniken, man bemerkt deutlich, das beide aus einer Hand kommen, der Fantasie ein und des selben Mannes entstammen. Schon nach kurzer Zeit habe ich bei allen Unterschieden auch jede Menge Gemeinsamkeiten gefunden. Und ich meine dabei nicht das sich die Geschichten ähneln, aber die Art wie die Magie wirkt und wer die Magie wirkt, ist ziemlich aufschlussreich. Das fühlt sich beim Lesen an wie nach Hause kommen. Auch beine Charaktere weisen gibt es viele wiedererkennede Züge. So könnten Kelsier und Kaladin durchaus Brüder sein und auch Vin und Schallan sindrecht ähnliche Charaktere. Dadurch fühlt man sich sofort wieder heimisch, auch wenn sich die Welten des letzten Reiches und die von Roschar kaum ähneln.

Fazit: Mit den Kinder des Nebels hat Brandon Sanderson wieder einen beeindruckenden Eröffnungsroman abgeliefert und deutlich unterstrichen, das er zu den wichtigsten und beeindruckensten Fantasy-Autoren unserer Zeit gehört. Dieses Buch muss am lesen haben, wenn man Fantasy mag.

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