Heidi Cullinan – Das Rauschen der Stille

Heidi Cullinan – Das Rauschen der Stille

Ich bin verführt worden. Von Heidi Cullinan – schon wieder. Nach „Love Lesson“ und „Familie auf italienisch“ hat es „Das Rauschen der Stille“ nun auf meinen Reader geschafft. Ob mich auch das 3. Treffen mit der Autorin wieder überzeugen konnte, das erzähle ich euch hier… 

Inhalt: 

Jeremey Samson hat seinen Schulabschluss in der Tasche und will jetzt nur noch eins: sich unter seiner Bettdecke verstecken, schlafen und nie wieder aufstehen. Und dann taucht plötzlich Emmet Washington in seinem Leben auf. Emmet ist hochintelligent, grundehrlich, sieht gut aus, hat Interesse an Jeremey – und ist Autist. Als sie sich näherkommen, droht Jeremey die Situation über den Kopf zu wachsen, denn Emmet scheut sich nicht, Probleme beim Namen zu nennen – und davon hat Jeremey mehr als genug. Seine Gefühle für Emmet gehen so tief wie nie etwas zuvor, doch kann Jeremey ihnen vertrauen?

(Quelle: Cursed Verlag)


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Meine Meinung:

Es gibt Liebesgeschichten und Lovestorys. Die einen passieren jeden Tag, liest man jeden Tag, hat man selbst vermutlich schon mehrfach durch gemach. Und dann gibt es die Geschichten die nur einmal im Leben passieren, die man nur alle paar Jahre zu lesen bekommt und die einen begleiten. Für mich gehört diese Geschichte eindeutig zu den letzteren. 

Ein Lovestory in dem die Protagonisten nicht noch von der Natur gehandycaped wurden, ist schon nicht leicht und wenn man dem einem der Protagonisten einen Knüppel zwischen die Beine schmeisst, dann ist dann noch schwerer uns Leser wirklich zu erreichen. Doch damit wollte sich Heidi diesmal wohl nicht aufhalten und so hat sie gleich 2 Menschen die nicht dem „Standard“ entsprechen genommen und gezeigt, das sie genau so wie Jedermann lieben, lachen und weinen wir jedes andere Paar.

Emmet ist Zucker pur. Sein Asperger verhindert zwar das er wir jeder andere einfach mit anderen interagiert, aber er seinen Weg gefunden damit um zu gehen. Er lebt bei seiner Familie, die ihn manchmal vielleicht ein wenig zu sehr bemuttert, er hat einen Job und jetzt will er leben – mit allem was dazu gehört – Lieben, Lachen und eine eigene Wohnung. Das er dazu auch noch schwul ist, ist für ihn kein Hindernis, nur ein weiterer Aspekt den er recherchieren muss – und das über Wochen und Monate. Den er will Jeremey ansprechen.

Jeremey wohnt gleich hinter der Bahnstrecke, die von Emmets Haus zu sehen ist. Jeremey leidet unter schweren Depressionen und einer Familie, die das nicht akzeptieren kann. Die ihm nicht helfen will/kann, die ihn bedrängt raus zugehen, auf College und ins eigene Leben – doch unter dem Druck erbricht Jeremey immer mehr. Als seine Eltern ihn zwingen sie zu einem Strassenfest zu begleiten ist es fast zuviel für ihn, zu viele Menschen, zu viele Fragen und zu viele Erwartungen. Doch dann spricht ihn Emmet an und alles ändert sich. Doch damit gibt es auch einen weiteren Punkt mit dem seine Eltern nicht umgehen können oder wollen und es er bricht unter all den Erwartungen, dem Druck und Nichtakzeptanz zusammen – mit fürchterlichen Folgen.

Heidi Cullinan hat es wunderbar verstanden ihre zwei Herzbuben nicht zu Opfern ihrer Probleme zu machen. Vor allem Emmet ist ein schönes Beispiel dafür, das was andere als Schwäche sehen, eigentlich auch eine Stärke sein kann. Aber sie hat es den Jungs auch nicht leicht gemacht. Sie lässt sie Angst, Hoffnung, Liebe, Eifersucht erleben, lässt sie kämpfen, stürzen, aufstehen und weitermachen. Dabei lässt sie nicht unbedingt den einfachsten Weg nehmen, aber den realistischsten. Und das habe ich an der Geschichte geliebt. Den Schreibstil der Autorin habe ich schon vorher gemocht und ihre bisherigen Geschichten auch, aber wie sie hier mit den Gefühlen der Protagonisten und der der Leser gespielt hat, war einfach nur fabelhaft. Dabei dürfen die Leser hoffen, bangen, weinen (wenn man nah am Wasser gebaut ist wie ich) und lachen. Man wird durch die selbe Achterbahn Geschichte wie die Figuren in ihrer Geschichte. Ich schätze, die Autorin wird mit jeder Geschichte die ich von ihr lese besser.

Fazit:  Wenn die Autorin noch besser wir, dann brauche eine Megapackung Tempos und Beruhigungsmittel um ihre Geschichten durchzustehen. Auf jaden Fall gehört diese Geschichte zu meinen Lieblings-Lovestories ever. Keine Ahnung wie man es noch besser machen soll.

2 Replies to “Heidi Cullinan – Das Rauschen der Stille”

  1. Ich liebe diese Geschichte sehr, habe sie sowohl im Original als auch in der Übersetzung gelesen und kann sagen, dass diese sehr gut gelungen ist. Auch für mich werden beide Teile meine Allzeitfavoriten bleiben (wobei das Cover von Band 1 beim Original noch viel, viel schöner ist). Du kannst dich heute schon auf Band 2 freuen – auch wenn er mMn nicht ganz an Band 1 heranreicht, rundet er die Geschichte um Emmet und Jeremey (ich liebe das 3. „e“ 😉 ) einfach perfekt ab.
    LG Elke

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