Feliz Faber – Dornen

Gleichgeschlechtliche Liebe im Profisport ist schon für so einige gute und spannende Geschichten gut gewesen. Ob sich Feliz Faber mit „Dornen“ ebenfalls in diese Schlage einreihen darf, das sage ich euch, wenn ihr hier weiter lest …

Inhalt:

Kann die Liebe zwischen zwei Männern dafür verantwortlich sein, dass beim Kentucky Derby ein Rennpferd zu Tode gekommen ist? Der Reporter Will Yeats will der alten Geschichte auf den Grund gehen.

Vor siebzehn Jahren wurde die Welt des Pferderennens von einem Skandal erschüttert – dem tragischen Unfall eines Pferdes auf der Rennbahn und der Affäre zwischen einem Jockey und einem Pferdetrainer. Doch Nic Pithiviers und Louis Meerow haben kein Interesse daran, ihre Seite der Geschichte zu erzählen. Sie verweigern ein Interview und beauftragen ihren Anwalt Francis LeBon damit, Wills Motive infrage zu stellen und seiner Neugier einen Riegel vorzuschieben.

Francis hat Nic und Louis ins Herz geschlossen, denn sie haben ihm einst geholfen, als schwuler Mann stolz auf sich zu sein. Deshalb ist er fest entschlossen, seine Freunde vor dem Klatschreporter in Schutz zu nehmen. Er hat allerdings nicht mit der ehrlichen Entschlossenheit des Reporters gerechnet, die beiden zu unrecht beschuldigten Männer in der Öffentlichkeit zu rehabilitieren. Und auch nicht damit, sich mehr und mehr zu Will hingezogen zu fühlen.

Will besucht Nic und Louis in Frankreich, wo die beiden ein Ausbildungszentrum für Rennpferde betreiben. Dort deckt er ein Netz von Intrigen, Geheimnissen und alten Lügen auf. Er löst damit unbeabsichtigt eine Kette von gefährlichen Vorfällen aus, die nicht nur seine aufkeimende Liebe zu Francis bedrohen, sondern auch Nics und Louis’ jahrzehntealte Beziehung gefährden.

(Quelle: Dreamspinner Press)


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Meine Meinung:

Bisher kannte ich Feliz Faber noch nicht, obwohl Dornen bereits ihr 2. Roman auf dem deutschen Markt ist. Aber man schaut ja immer, das man seinen Lesehorizont erweitert, daher konnte ich mich schlecht zurück halten. Ihr kennt mich ja inzwischen ein wenig.

„Dornen“ ist sogar mehr als nur ein homoerotischer Liebesroman. Gut versteckt, findet man sich plötzlich in einem Krimi wieder. Die Autorin hat mit Geheimnissen und Gefahren eine zweite Geschichte versteckt. So erfährt man nicht nur etwas über Will, über Francis, über Nic und Louis, sondern erfährt das alle Menschen eine Vergangenheit haben und das sich diese manchmal auch bis in die Zukunft erstrecken und diese gefährden kann.

Will war mir anfangs ein kleines Rätsel. Auch wenn er nicht böse oder hinterhältig rüber kann, so hatte ich schon das ein oder andere Mal das Gefühl, das er eigentlich auch nicht ganz so nett sein kann.

Francis ist da ganz anders. Auch wenn er zu Beginn etwas schroff wirkt, so durchschaut der Leser gleich, das Herz eines Löwen hat, wenn er seine Freunde verteidigen muss. Francis hat mir von Anfang an gefallen, auch wenn sein Beschützerinstinkt gelegentlich etwas zurückgefahren gehört. aber so jemanden will eigentlich jeder in seinem Freundeskreis wissen.

Nic und Louis spielen eine eher blasse Rolle, obwohl sie und ihre Beziehung für die Geschichte wichtig sind. Ich wünschte, das beide etwas mehr Luft zur Entfaltung erhalten hätten. Da wäre noch Luft nach oben gewesen.

Die Geschichte im gesamten kann tatsächlich mit etwas Spannung aufwarten, obwohl ich mir noch etwas mehr versprochen hätte. Die Geheimnisse hat der geneigte Leser recht schnell durchschaut, doch das Miteinander der Protagonisten ist dann doch interessanter. Das ist der Autorin über große Strecken wirklich gelungen. Trotzdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, das da mehr drin gewesen wäre. Mehr Interaktion, mehr Spannung und vor allem mehr Tempo. Die Geschichte plätschert die meiste Zeit nur dahin.

Fazit: Insgesamt hat mich diese Geschichte nicht wirklich überzeugt, aber nett unterhalten.

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