Kim Fielding – Rattlesnake

Kim Fielding – Rattlesnake

Rattlesnake ist bereits das 3. Buch der Autorin, das es auf meine Leseliste geschafft hat. Mit „Die Blechdose“ hat sie mich letztes Jahr unglaublich begeistert und Sprachlos war auch eine süße Geschichte. Beide haben mir ihrer ernsten Thematik und ihren Charakteren überzeigen können. Als dann Anfang des Jahres ein neues Buch von Kim Fielding auf den deutschen Markt kam, musste ich es einfach haben und lesen. Ob meine inzwischen doch ziemlich hohen Ansprüche erfüllt werden konnten, könnt ihr hier nachlesen …

Kim Fielding – Rattlesnake

Inhalt:

Zwischen dem Landstreicher Jimmy und dem Barmann Shane fliegen die Funken. Aber wird Jimmy um Shanes Willen dem Ruf der Straße widerstehen können?

Jimmy Dorsett ist schon seit seiner Jugend auf der Straße unterwegs, ohne Heim und ohne Hoffnung. Er besitzt nicht viel: eine Reisetasche, ungezählte Geschichten aus einem unsteten Leben und eine alte Rostschüssel von Auto. In einer kalten Nacht nimmt er in der Wüste einen Anhalter mit, der ihm etwas Unverhofftes hinterlässt – nämlich den Brief eines sterbenden Mannes an den Sohn, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Jimmy will den Brief bei seinem Adressaten abliefern und landet in Rattlesnake, einer kleinen Stadt in den Hügeln der kalifornischen Sierra. Im Zentrum der Stadt befindet sich das Rattlesnake Inn, wo der frühere Cowboy Shane Little als Barmann arbeitet. Zwischen den beiden Männern fliegen die Funken, und als Jimmys Auto den Geist aufgibt, besorgt ihm Shane im Rattlesnake Inn einen Job als Handwerker.

In der Gemeinschaft der kleinen Stadt und in Shanes Armen findet Jimmy eine ungewohnte Ruhe. Aber das kann nicht von Dauer sein. Die Straße ruft und Shane – ein starker, stolzer Mann mit einer leidvollen Vergangenheit und einer komplizierten Gegenwart – hat mehr verdient als einen verlogenen Landstreicher, der es nirgends lange aushält.

(Quelle: Deamspinner Press)


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Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt sehr ruhig. Eine einsame Straße, ein einsamer Wolf und eine unbestimmte Zukunft. So beginnt es meist, zumindest im übertragenen Sinne. Doch kaum jemand versteht so gut, wie Kim Fielding aus diesem Beginn ein Geschichte voll Dunkel und Licht, voll Sonne und Schatten zu machen. Sie lässt ihre Charaktere sehen und erleben, was sie meinen nicht haben zu können. Doch sie lässt ihnen auch die Wahl – bleiben oder weglaufen.

Jimmy ist sein Leben lang weggelaufen. Alles was er besitzt passt in seine Reisetasche. Mehr hatte er nie und mehr will er auch nicht. Bis er Tom trifft und er dadurch nach Rattlesnake kommt. Dort findet er einen Job, ein Dach über den Kopf und Shane. Doch das Gute hat nie bestand in seinem Leben, wie kann er ausgerechnet jetzt daauf vertrauen.

Shane ist ein Leben lang geblieben. In Rattlesnake, bei seiner Familie. Doch auch eher hat alles Verloren – sein Leben, seine Liebe, aber nicht seinen Lebensmut. Und da er weiß, wie kurz ein Leben sein kann, nimmt er sich was er in seinem Leben will. Damit bricht er wie eine Naturgewalt über Jimmy herein.

Wenn Kim Fielding eines kann, dann Charaktere. Man fühlt den Schmerz von Jimmy, den ihm sein Leben zugefügt hat. Man hat Mitleid mit den kleinen Jungen und kann verstehen, wie aus ihm jetzt dieser Mann wurde. Aber man ist auch angetan, wie er geworden ist. Voller Gefühl, wenn auch sehr viel Angst dabei ist und trotzdem voll Respekt anderen gegenüber. Bei Shane spürt man seinen unbedingten Wunsch zu leben und nicht nur zu existieren, obwohl oder gerade weil es sein Leben nicht nur gut mit ihm gemeint hat. Er hat etwas kindliches und doch auch unglaublich reifes. Doch auch Shane ist verletzlich und verletzt und beide müssen mit ihrer Vergangenheit aufräumen, müssen sie hinter sich lassen und müssen sich dem anderen gegenüber öffnen. Und das ist der Punkt, den Kim Fielding so unglaublich gut kann. Sie schreibt Gefühle, die man spüren kann – sie schreibt Trauer, Angst, Schmerz, aber auch Hoffnung, Liebe und Familie. Dabei beschränkt sie sich nicht nur auf Jimmy und Shane, sondern liefert ein Komplettpaket, den auch die Kleinstadt Rattlesnake und Shanes Familie gehören zum Paket. Und sie sind genau so liebevoll gestaltet wie die beiden Hauptprotagonisten.

Auch wenn ihre Geschichten, wie auch diese hier immer ruhig starten, so sind sie nie langweilig. Man lässt sich vom Tempo umgarnen und wird immer kribbliger, denn man weiß gleich kommt eine wichtige Wendung und das Leben der Protagonisten wird in eine neue Bahn gelenkt oder auch nicht. Das ist es was für mich die Bücher der Autorin ausmacht. Dieses Kribbeln, dieses Ahnen und irgendwann Wissen und dann das einfach nur gute Gefühl, wenn sich alles fügt, wenn die Charaktere erkennen, was sie haben können, was sie haben wollen und wie sie das bekommen können. Dabei hat man nie das Gefühl, das schon mal gelesen zu haben, weil ihr Stil einfach wunderbar ist.

Fazit: Kim Fielding hat es wieder gemacht. Sie hat mich wieder verzaubert, hat mich wieder gefangen und hat mich wieder begeistert. Mit Shane und Jimmy und ihrer Geschichte in Rattlesnake hat sich mich wieder voll und ganz überzeugt. Unbedingte Leseempfehlung!

 

 

2 Replies to “Kim Fielding – Rattlesnake”

  1. Ein tolles Buch und eine ebensolche Rezension dazu. Toll, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Mittlerweile kann man Kim Fielding wirklich „blind“ kaufen.
    LG Elke

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