Grace R. Duncan – Ihm zu vertrauen

Duncan – Ihm zu vertrauen

Draußen scheint die Sonne und ich sitze in der abgedunkelten Wohnung und haue auf die Tasten. Aber die Helligkeit ist heute etwas schwierig für mich, nachdem wir gestern so schön feuchtfröhlich gegrillt haben – Hausgemeinschafts-BBQs können es echt in sich haben. Aber so komme ich immerhin dazu, euch wieder eine Rezension zu schreiben. Heute wird es wieder einmal FSK18 und wer mit homoerotischer Liebe nichts am Hut hat, der sollte ganz schnell weiter klicken, für alle anderen – herein spaziert:

Inhalt:

Für Malcolm steht seit zwei Jahren fest: keine Beziehungen, keine Subs und erst recht keine Beziehungen mit Subs. Als ihn sein bester Freund zu einem Clubbesuch überredet, rechnet Mal mit allem – aber nicht damit, dass er an diesem Abend einen Sub ersteigert. Doch von Kyle geht eine Anziehungskraft aus, der sich Mal nicht entziehen kann, und das Feuer zwischen ihnen brennt heiß. Als Kyle unvermutet vor seinen homophoben Eltern geoutet wird, steht ihre junge Liebe auf unsicheren Füßen, denn Mals tragische Vergangenheit ist nach wie vor nicht vergessen… (Quelle: Cursed Verlag)


weitere Werke der Autorin:

  • Ihm zu vertrauen
  • Für immer bei ihm
  • Für immer vereint
  • Beste Freunde liebt man nicht

    Mehr zur Autorin und ihren Büchern erfahrt ihr auf ihrer Website grace-duncan.com


Meine Meinung:

Hierzu eine Meinung zu schreiben ist nicht ganz leicht. Als erstes vielleicht eine Warnung, wer mit BDSM überhaupt nichts am Hut hat, der sollte hiervon sicher die Finger lassen, denn dieses wird hier ausführlich von den Protagonisten praktiziert und beschrieben – und definitiv nicht auf dem Niveau von SoG (das hier läuft unter für Fortgeschrittene). Romane zu diesem Thema kommen in meinen Leselisten auch nur gelegentlich vor. Ich kann nicht einmal direkt sagen, was mich hier angesprochen hat, warum ich diese Geschichte lesen wollte – aber das habe ich dazu zu sagen:

Ganz wichtig sind mir beim Lesen die Protagonisten mit ihnen steht und fällt ein Großteil der Lesefreude und hier hat es zum Glück gepasst. Ob einem nun die Sexspiele der beiden gefallen, das lasse ich mal außen vor, doch das Miteinander – die Chemie – zwischen Malcom und Trey hat mir sehr gut gefallen. Die Funken, das Knistern, das Vertrauen aber auch die Unsicherheiten beider hat die Autorin super beschrieben. Ob ihre “Beziehung” nun realistisch dargestellt ist, vor allem vor dem BDSM-Hintergrund, kann ich nicht beurteilen, aber die Chemie die dem Leser vermittelt wurde, hat gepasst um mir rosarote und auch regenbogenfarbene Sternchen in die Augen zu zaubern.

Doch damit haben sich die lobenden Worte auch schon erledigt. Die Geschichte hat versucht sich noch dem Thema Outing, Homophobie und zwischenmenschlichen Problemen mit anderen “Spielpartnern” zu befassen. Doch leider nicht sehr erfolgreich. Das lief so sehr am Rande, das selbst die Autorin ihre losen Fäden irgendwann scheinbar aus den Augen verloren hat. So das ich diese möchtegern Handlungsstricke nicht einmal als Alibi-Hintergrundgeschichten bezeichnen kann. Die ganze Geschichte lief so stark nur auf der sexuellen Beziehung zwischen Mal und Trey ab, das hier einiges verschenkt wurde. Sicher bei einem Gay Erotik ist Sex  zu erwarten, auch vordergründig,. aber wenn man eine Alibi-Geschichte einpflegt, dann sollte man diese auch durchziehen und diese nicht zwischendurch in einfach im Sande verlaufen lassen. Das hat mich dann schon während des Lesens enttäuscht.

Fazit: Die Geschichte zwischen Malcom und Trey überzeugt, doch das durch herum verspielt einiges. Mehr als ein Nett kommt dadurch insgesamt nicht heraus.

Erstveröffentlicht am 06.05.2018, überarbeitet am 23.04.2022

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