Katharina Ushachov – Zarin Saltan

Inhalt: 

Ein begehrter Junggeselle
Drei Konkurrentinnen
Ein magisches Eichhörnchen

Als die Slawistikstudentin Anna von ihren besten Freundinnen heimlich bei einer russischen Datingshow angemeldet wird, ahnt sie nicht, dass sie dort dem Kaviarzar Viktor begegnet. Ganz überraschend wählt er sie aus und Anna ist damit nur einen Schritt entfernt von einem Leben wie im Märchen. Doch Neid und Missgunst lassen den Traum bald zum Albtraum werden und sie braucht jede Hilfe, die sie bekommen kann. Selbst wenn diese magisch ist und die Helfer merkwürdig anmuten.

„Zar Saltan“ in neuem Gewand – Im 8. Band der Märchenspinnerei erzählt Katherina Ushachov die altbekannte Geschichte von Feindschaft, Eifersucht und Oberflächlichkeiten in einem modernen Setting neu und lässt dabei jene Figur zu Wort kommen, die im Original untergeht: die Zarin.

Quelle: maerchenspinner.layeredmind.de


Meine Meinung:

Das Märchen vom Zaren Saltan ist bis heute eines meiner Lieblingsmärchen. Als DDR-Kind bin ich mit den russischen Märchen und Erzählungen groß geworden und dadurch auch mit dem Zaren Saltan, den 40 Recken und dem Eichhörchchen, das smaragdene Nüsse knackt. Dieses Märchen hat sich damals in mein Herz geschlichen und ist dort geblieben.  Jetzt hat sich Katharina Ushachov an einer Adaption dieser Geschichte versucht.Wenn sich ein Autor/ eine Autorin an einem bekannten Vorbild bedient, dann kann es leicht passieren, das man schon allein deshalb enttäuscht ist, weil die Erwartungen sehr hoch sind. Vielleicht ist mir das passiert!  Doch eigentlich habe ich nur am Ende etwas auszusetzen.

Die Geschichte beginnt wie es passieren kann. Mann sieht Frau, Frau sieht Mann und obwohl keiner sich traut den anderen anzusprechen findet das Schicksal Mittel und Wege. Doch dann beginnt das Märchen, mit falschen Freunden, mit Geheimnissen, mit Neid und Missgunst – und mit einem Eichhörnchen. Leider triftet es dann etwas zu sehr ins unwahrscheinliche – bis absurde. Das hat mir das Ende nach einem vielversprechenden Beginn und Mittelstück doch etwas verhagelt. Das war wirklich schade, den das letzte stück passte irgendwie nicht zum Rest der Geschichte.

Sicher ist diese Märchen nicht das einfachste, um es in unsere Zeit zu adaptieren, dafür ist es nicht schlecht. Es hätte nur konsequenter durch gezogen werden müssen.

Fazit: Nach einen vielversprechenden Start, hat die Geschichte leider nicht halten können, was ich mir versprochen hatte 🙁 Schade.

Erstveröffentlicht am 15.11.2017, überarbeitet am 17.06.2022

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